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Pseudowissenschaften (Genderismus)

Exakte Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass für sie nur Fakten zählen, die sich klar und eindeutig feststellen und zu brauchbaren Theorien verdichten lassen, aufgrund deren Vorhersagen möglich sind. Solche exakten Wissenschaften sind die Naturwissenschaften. Auch die Technik beruht auf solcherart Wissenschaft, bei der sich Abläufe im Vorhinein  zuverlässig berechnen lassen.

Es gibt auch Erfahrungswissenschaften. Dazu gehört die Medizin. Da der Mensch keine Maschine und der Arzt kein Gesundheitsingenieur ist, hat man, aufgrund von Beobachtungen und Erfahrungen, ein ziemlich zuverlässiges Bild über die Funktion des menschlichen Körpers und daraus ein brauchbares Regelwerk hinsichtlich der ärztlichen Kunst entwickelt. Wobei der ärztlichen Kunst allerdings Grenzen gesetzt und keine sicheren Voraussagen möglich sind.

Daneben gibt es noch eine große Fülle anderer Wissenschaften, wenn man an die Kunst, Literatur, Wirtschaft, Geschichte, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft usw. denkt, die nicht im naturwissenschaftlichen Sinn exakt, aber trotzdem sehr hilfreich sind, weil es auch hier um Fakten und Zusammenhänge, kurzum um einen Erkenntnisgewinn geht, wo unvoreingenommen und auf seriöse Weise recherchiert wird.

Das soll nur ein grober Überblick sein, bevor es um das geht, was man als Schein- oder auch Pseudowissenschaften bezeichnen kann.

Zuvor soviel: Alle Wissenschaft, die sich ernsthaft bemüht, ihre Grenzen kennt und keine Absolutheitsansprüche entwickelt, sondern darum weiß, dass alle Ergebnisse nie endgültig sein können, ist nützlich und brauchbar.

Um hier Fehlentwicklungen zu vermeiden, ist es notwendig sich der menschlichen Begrenztheit bewusst zu werden.

Es gibt hier ein sehr lesenswertes Buch, das ich fast als so etwas wie ein Standardwerk in Sachen menschlicher Begrenztheit bezeichnen möchte. Es hat den Titel „ Im Anfang war der Wasserstoff  „. Geschrieben wurde es von dem leider schon verstorbenen Wissenschaftsautor Hoimar Dithfurth, der an sehr einfachen und einleuchtenden Beispielen die erkenntnismäßigen Grenzen des Menschen aufzeigt.

Wie der Titel des Buches vermuten lässt, war der Autor ein Anhänger der Evolutionstheorie, was aber seine Verdienste nicht schmälert.

Der Autor zeigte auf, dass wir nur linear, in Ursache- und Wirkungsketten, nicht aber quadratisch oder kubisch, also mehrdimensional verzweigt, denken können. Ein Schachspieler sollte dies, wenigstens in ganz schwachen Ansätzen, können, womit er aber noch weit von einem mehrdimensionalen Denken entfernt ist, das alle Ursachen und Zusammenhänge, auf den unterschiedlichs- ten Ebenen, auf einmal im Blick hat.

Wir können uns auch immer nur auf eine Sache voll konzentrieren und nicht auf mehrere gleichzeitig.

Wenn wir vor einem Gebäude mit vielen Fenstern stehen, sehen wir zwar alle Fenster auf einmal, können aber nicht sagen, wie viele es sind. Dazu müssen wir erst zählen.

Wie viele Personen können wir gleichzeitig vor unserem geistigen Auge erscheinen lassen? Wenn es drei sind, deren Gesichter wir gleichzeitig „sehen“, ist das viel.

Können wir uns z.B. vorstellen, wie lang ein Kilometer ist? Wir haben zwar eine gute Vorstellung von Entfernungen – aber sie uns wirklich so vorstellen, dass sie gewissermaßen „handgreiflich“ vor unserem geistigen Auge erscheinen, geht nicht.

Der Autor legt auch zwingend schlüssig dar, dass wir überhaupt nicht wissen, wie die Welt, in der wir leben in „ Wirklichkeit“ aussieht. Für Lebewesen mit Sinnesorganen, die auf andere Reize ansprechen, und derer gibt es viele, sieht die Welt für uns unvorstellbar anders aus.

Unser Bild von der Welt entsteht im Gehirn, nachdem verschiedene Sinnesreize auf rätselhaft Art und Weise verarbeitet und nach außen projiziert werden, wodurch wir uns als in einer dreidimensional und zeitlich geordneten Welt befindlich erleben. Aber ist das die wirkliche Welt? Zudem haben wir für viele Eigenschaften der Welt gar keine Sinne.

Einen vierdimensionalen Raum können wir uns ebenso wenig vorstellen, wie Farben, die nicht aus den uns bekannten Grundfarben, schwarz, weiß, gelb, blau und rot, und ihren unterschiedlichsten Mischungen bestehen.

Bienen können für uns unvorstellbare ultraviolette Farben wahrnehmen, und unser Kosmos läuft in einer vierten räumlichen Dimension in sich selbst zurück,

vergleichbar mit der Oberfläche einer Kugel, die damit grenzenlos, aber nicht unendlich ist und auch keinen Mittelpunkt hat.

Der Autor fragt, warum Zucker süß und Licht hell ist. Das scheint selbstverständlich zu sein, weshalb man darüber nicht weiter nachdenkt. Tut man das aber, kann man zwar die Wahrnehmungsfunktionen erklären, aber nicht sagen, warum das so ist.

Licht ist z.B. eine elektromagnetische Welle, bei deren Anwesenheit wir den Sinneseindruck „hell“ haben. ( Im Gehirn, in dem dieser Eindruck entsteht, ist es stockdunkel.) Aber ist Licht wirklich hell? Für eine Pflanze jedenfalls nicht. Für sie ist Licht Lebensenergie, die sie zur Photosynthese benötigt. Mit hell und dunkel, als Sinneseindrücke, kann die Pflanze nichts anfangen. Wäre die Welt auch hell, wenn es keine Augen gäbe?

Vom Licht als Energielieferant weiß auch die Photovoltaik und nicht lichtechte Textilien können durch Licht ausbleichen.

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Mensch nicht nur das Denken nicht erfunden hat, sondern dass alle Wissenschaft vergleichbar ist mit dem Krückstock eines Blinden, mit dem dieser versucht, etwas über die Beschaffenheit der Welt herauszufinden, in der er sich befindet.

Er ist vergleichbar mit jemandem, der bei Dunkelheit nach etwas sucht und dabei nur im Umkreis der Straßenlaternen suchen kann, weil es nur dort hell ist.

Das heißt, dass wir in unserer Erkenntnisfähigkeit sehr eingeschränkt sind und dass es beachtenswert ist, dass wir diese Grenzen erkennen können, was uns bescheiden machen sollte.

Nun zum eigentlichen Thema, den Pseudo-oder auch Scheinwissenschaften.

Vereinfacht gesagt, geben sich Pseudowissenschaften Anstrich der Wissenschaftlichkeit, widersprechen dabei aber anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Pseudowissenschaft geht es nicht um Erkenntnisgewinn, sondern darum, das zu beweisen, was der vorgefertigten Meinung entspricht.

Pseudowissenschaften liefern damit die „Beweise“, die für die unterschiedlichs- ten Ideologien benötigt werden.

Die Bildung von Pseudowissenschaften wird durch die menschliche Neigung, kausale Zusammenhänge zwischen zufälligen Ereignissen herzustellen, begünstigt.

Praktisches Beispiel:
Unter Bundeswehrsoldaten und Studenten sind Unfälle und Selbstmorde die häufigste Todesursache. Was ist daraus zu schließen?

Der naheliegende und absolut falsche Schluss: Diese Menschen sind so im Stress und unter Druck, dass die Unfallhäufigkeit steigt und ihnen oft nur die Flucht in den Selbstmord bleibt.

Der richtige Schluss: In dem Alter, in dem Bundeswehrsoldaten und Studenten sind, ist man so gesund, dass die häufigste Todesursache nur Unfälle und Selbstmorde infrage kommen.

Weil die Wissenschaft oft mit statistischen Methoden arbeitet, ist ein äußerst sorgfältiger Umgang mit einem möglichst umfangreichen, auf unterschiedliche Weise gewonnenen Zahlenmaterial erforderlich, das akribisch gegeneinander abgewogen, ein-und abgegrenzt werden muss, was derjenige vermeidet, dem an einem bestimmten Ergebnis gelegen ist.

Als typische Pseudowissenschaften möchte ich die Rassenlehre, den wissenschaftlichen Sozialismus und insbesondere die Genderlehre, als die derzeit dominierende Scheinwissenschaft, bezeichnen. Allen ist gemeinsam, dass sie unterschiedlichen Ideologien als Begründung dienten und noch dienen.

Dass auch die „Klimaforschung“ mit ihren Prognosen zu den Pseudowissenschaften gehört, scheint naheliegend, wäre aber ein Thema für sich. Entsprechendes gilt auch für die Evolutionstheorie. Es besteht ohnehin der Verdacht, dass die Wissenschaft dazu missbraucht wird, die gewünschten Ergebnisse zu liefern. Interessant ist hier der Begriff der „gesellschaftlich relevanten Wissenschaften.“

Es ist zwar nicht mehr opportun von Menschenrassen zu sprechen. Trotzdem wäre es verkehrt diesen eindeutigen Sachverhalt zu leugnen. Ein Afrikaner und ein Asiate unterscheiden sich nun mal ganz eindeutig von einem Europäer und umgekehrt. Auch innerhalb der Europäer unterscheiden sich die Südländer von den Nordländern, innerhalb derer es wieder unterschiedliche „Schläge“ gibt.

Zu leugnen, dass die Menschheit höchst unterschiedlich ist und dies auch genetisch bedingt ist, und das Gegenteil zu behaupten, ist auch schon wieder eine Irrlehre, bei der es nicht um Erkenntnisgewinn, sondern nur darum geht,

unter allen Umständen die geforderte „Gleichheit aller Menschen“ zu „beweisen“.

Die Rassenlehre, und daraus resultierend der Rassismus, bestand darin, aus den ermittelten Fakten in unwissenschaftlicher Weise Vor-und Werturteile abzuleiten.

Dem „wissenschaftlichen Sozialismus“ ging es schwerpunktmäßig um die „Gleichheit aller Menschen“, mittels derer die Welt verbessert werden sollte.

Der Theorie nach war die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, aufgrund ungleicher Verteilung materieller Güter, die Wurzel allen Übels. Auf der einen Seite gab es die Besitzer der Produktionsmittel (Kapitalisten) und auf der anderen Seite die abhängigen und ausgebeuteten Proletarier, die im Elend lebten und auf dessen Kosten sich die Kapitalisten schamlos bereicherten.

In den Anfängen des Kapitalismus traf dies tatsächlich zu. Deshalb war der Gedanke naheliegend, die Welt durch Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu verbessern. Dies sollte durch gewaltsame „Beseitigung der herrschenden Klasse“, Umverteilung der Güter bzw. Überführung der Produktionsmittel in Volkseigentum geschehen.

Der Lehre nach war die ganze menschliche Geschichte ein einziger Klassen- kampf zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, weshalb der Lehre nach, das Ziel der gesellschaftlichen Entwicklung nur der Sozialismus bzw. Kommunismus sein könne. Ein Ziel, für das mit allen Mitteln zu kämpfen war.

Das alles ließ sich in zahllosen Fakten „ganz eindeutig“ belegen und galt als „wissenschaftlich bewiesen“. Diese Ideen sind bis heute nicht vollständig überwunden. Was die Pseudowissenschaftlichkeit des „ wissenschaftlichen Sozialismus“ ausmacht, ist auch hier die eindeutige Fixierung auf eine bestimmte Sichtweise, bei der andere menschliche Verhaltensweisen und Fakten, die dem entgegen stehen, negiert werden.

Nachdem es „absolute Gleichheit“ und „absolute Gerechtigkeit“ nicht geben kann, weil die Wirklichkeit viel komplexer ist, als dass sich solche Ideale verwirklichen ließen, haben die Gleichheitsideologen jetzt eine neue Ungerechtigkeit entdeckt, die es zu beseitigen gilt, und das sind die Ungleichheiten, die sich angeblich aus den Geschlechtsunterschieden ergeben, was zur Genderideologie führte. Diese kann sich sogar auf den Marxismus berufen, der bereits in der Familie die Urform der Ausbeutung und Unterdrückung sah.

Deshalb ist jetzt Genderforschung angesagt. Eng verbunden mit dem Genderwesen ist die Homoideologie und das Gerede von der sexuellen Vielfalt und Orientierung.

In IdeaSpektrum vom 12. Juni 2014 war unter der Überschrift „Wozu ist eigentlich Gender gut“, ein Gespräch zwischen der Leiterin des EKD-Zentrums für Genderfragen, Frau Prof. Janssen und der Kritikerin Birgit Kelle, zu lesen. Aufschlussreich ist das Verständnis der erwartungsgemäß lesbisch orientierten Leiterin des EKD-Zentrums, dem es darum geht, „Kirche geschlechtergerecht zu gestalten“, wobei jetzt nur die Sichtweise von Frau Prof. Janssen dargestellt wird.

Es geht um „theologische Grundsatzarbeit“. Gender ist ein Mittel zur Beschreibung einer immer komplizierteren Wirklichkeit. Sozialwissenschaftler hätten bemerkt, dass wir mit den Kategorien männlich und weiblich nicht mehr weiterkommen.

Wir übersetzen die Theorien der Sozialwissenschaft in die Theologie, die internationalen Debatten in unseren Kontext und fragen, was das mit unserer Wirklichkeit zu tun hat. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis.

Sozialwissenschaftler fragten sich zum Beispiel, wie es kommt, dass in Saudi- Arabien für Frauen das Autofahren verboten ist. Offensichtlich gibt es unterschiedliche Rollenverständnisse. Die Vorstellung, was männlich und weiblich ist, verändere sich im Laufe der Zeit und falle je nach Kultur verschieden aus.

Noch weiter gehe die Hirnforschung. Sie sagt, dass eine eindeutige Zuordnung eines biologischen Geschlechts nicht möglich ist.

Es gäbe so viele andere Formen, in denen sich Menschen bewegen. Gender- Studien zeigen, wo Männer und Frauen präsent sind. Familie muss neu definiert werden. Bekannt sei die Existenz von mindestens 4000 (viertausend) Varianten geschlechtlicher Differenzierung.

Soviel mal zu Frau Prof. Janssen.

Hier handelt es sich um eine eindeutige Pseudowissenschaft und Nonsens- forschung, bei der zweifellos vorhandene Fakten in ein vorgefertigtes Muster eingeordnet werden sollen, um die gewünschten „ Beweise“ zur Untermauerung der Genderlehre zu konstruieren.

Pseudowissenschaft ist daran erkennbar, dass sie anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht.

Bei der Genderlehre sind die Widersprüche so deutlich, dass sie unübersehbar sind. Zum einen besteht die Menschheit ausschließlich aus Männern und Frauen. Auch Schwule und Lesben sind entweder Männer oder Frauen. Das Geschlecht ist eindeutig und unveränderbar in den Chromosomen, XY und XX, festgelegt.

Das männliche Gehirn ist zudem nachweislich anders als das weibliche konstruiert, woraus sich unterschiedliche Verhaltensweisen ergeben. Bereits Jungen und Mädchen ist anzumerken, dass sie unterschiedliche Interessen entwickeln, die nichts mit „anerzogen“ zu tun haben, wie das die Genderlehre behauptet und gerne ändern möchte.

Wenn es Menschen gibt, die anatomisch nicht ohne Weiteres zugeordnet werden können oder die Identifikationsprobleme mit ihrem jeweiligen Geschlecht haben, dann liegen hier Störungen vor, die man keinesfalls als geschlechtliche „ Varianten“ bezeichnen kann.

Zu was soll die „Gendergerechtigkeit“ eigentlich gut sein? Es geht hier um einen ideologischen Zwang und um Bevormundung.

Frau Kelle fragte, warum man die Menschen nicht einfach so leben lassen könne, wie sie das wollen.

Auf die Frage, was von einer 50%igen Frauenquote bei der Müllabfuhr zu halten sei, konnte Frau Professor Janssen keine befriedigende Antwort geben. Was ist dazu zu sagen?

Solange der Genderismus nur eine pseudowissenschaftliche Spielerei ist, kann man ihn ertragen. Soll er aber in die Tat umgesetzt werden, ist er gemeingefährlich und menschenverachtend und muss bildlich gesprochen, mit „Feuer und Schwert“, bekämpft werden, was ich wie folgt begründe:

Der Genderlehre nach ist männliches und weibliches Verhalten auf eine Erziehung in Rollenklischees zurückzuführen, die es zu korrigieren gilt. In der gängigen Genderliteratur wird das so beschrieben:

Jungen sollen mittels profemenistischer, antisexistischer und patriarchatskri- tischer Jungenarbeit lernen, dass sie so, wie sie sind, nicht sein sollen und einem falschen Männlichkeitbild hinterherjagen. Besonders männliche Dominanz und Homophobie sowie patriarchalischen und phallozentrischen Strukturen wird der Kampf angesagt. Weil jedes Festhalten an Männlichkeiten ein hierarchisches

Geschlechterverhältnis produziere, sei die Kultur der Zweigeschlechtigkeit zu dekonstruieren, Jungen sollen vom Männlichkeitsdruck befreit werden. Kurzum: Sie sollen keine Jungen mehr sein.
In der Praxis kann das so aussehen, dass Mädchen gefördert und zu aggressiv rüpelhaftem Verhalten angehalten werden, während sich die Jungen duckmäuserisch Frustationen aussetzen müssen.

Die Genderlehre widerspricht sich offensichtlich selbst. Wenn Geschlechterrollen angelernt und damit veränderbar sind, gälte dies natürlich auch für die Homosexualität und sonstige „sexuelle Orientierungen“.
Im Genderismus geht es um den unmenschlichen und damit verbrecherischen Versuch, Menschen entgegen ihrer Natur so zu verbiegen, dass sie den Vorstellungen weltfremder Ideologen entsprechen.
Seit eh`und je` wird die Liebe zwischen Mann und Frau besungen und in großartigen künstlerischen und dichterischen Werken gefeiert. Soll dies alles einer platten, mechanistischen Ideologie zum Opfer fallen?
Was kann vom Worte Gottes dazu gesagt werden?

Und alle die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden. Mit den bösen Menschen und Betrügern aber wird`s je länger, desto ärger. Sie verführen und werden verführt. ( 2. Timotheus 3, 12-13 )

Wer sich gegen Irrlehren und staatlich verordnete Ideologien stellt, weil er sich am Worte Gottes und Seinen Geboten orientiert, kommt in Druck. Das war noch nie anders. Wer also in Opposition zur Genderlehre und zur Homoideologie tritt, muss mit Schwierigkeiten rechnen, die aber derzeit noch nicht unmittelbar existenzbedrohend sind.

Es ist tatsächlich zu beobachten, dass die Ideologien im Laufe der Zeit immer anspruchsloser und primitiver werden, was jetzt insbesondere an der Gender- ideologie erkennbar wird, wo ganz offensichtlich Sachverhalte und Tatsachen, mit an den Haaren herbeigezogenen „Argumenten“, infrage gestellt werden, wozu neue und wirklichkeitsfremde Phantasiebegriffe erfunden wurden, leere Worthülsen, von denen wir uns nicht beeindrucken lassen dürfen.

Es geht hier tatsächlich um eine wechselseitige blühende Verführung, in der verführt und verführt wird.

Christen müssen hier ein Zeugnis für die Wahrheit sein und ihren jeweiligen Lebensbereichen widersprechen und aufklären, wobei diejenigen, die in ihrem Umfeld weniger mit dem Genderismus konfrontiert sind, etwas leichter haben. Wir wollen Gott bitten, dass ER uns mit seinem Geist, mit viel Weisheit und

Verstand und seiner geistlichen Waffenrüstung ausrüstet, damit wir in dem uns bevorstehenen Kampf das Feld behalten können.

Ergänzend zu der Stellungnahme von J.B. der Kommentar von Prof.Dr.physiol.habil. Manfred Spreng, Neurophysiologe, Erlangen.

Geschlechterunterschiede sind im Gehirn angelegt.

Der im Streitgespräch gemachten Aussage der Leiterin des Zentrums für Genderfragen in Theologie und Kirche, Prof. Claudia Jansen, dass der Hirnforschung eine eindeutige Zuordnung eines biologischen Geschlechtes nicht möglich sei, muss energisch widersprochen werden. Weder die Behauptung, Neugeborene kämen hinsichtlich ihres Gehirns als „unbeschriebenes Blatt“ zur Welt, noch die These, männliche und weibliche Gehirne würden keine geschlechtliche Zuordnung ermöglichen, entsprächen der Erkenntnis nahezu aller Gehirnforscher.

Im Gegenteil: Die eigentlichen Unterschiede der Geschlechter liegen nicht im Äußerlichen, sondern – wenn man die extremen Unterschiede im hormonellen Bereich einmal ausklammert – in mindestens sieben Bereichen des Zwischenhirns und des Großhirns. Die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten Unterschiede der Geschlechter sind deshalb in den Bereichen „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsbearbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“ zu finden. Insbesondere das Negieren bzw. Leugnen der dadurch bedingten motivationalen Grundlagen kann besonders bei Frauen mit doppelt so häufiger Depressionsneigung diese verstärken.

Quelle:  Christliche Impulse

Ergänzend zu der Stellungnahme von J.B. der Kommentar von Prof.Dr.physiol.habil. Manfred Spreng , Neurophysiologe, Erlangen.

Geschlechterunterschiede sind im Gehirn angelegt.

Der im Streitgespräch gemachten Aussage der Leiterin des Zentrums für Genderfragen in Theologie und Kirche, Prof. Claudia Jansen, dass der Hirnforschung eine eindeutige Zuordnung eines biologischen Geschlechtes nicht möglich sei, muss energisch widersprochen werden. Weder die Behauptung, Neugeborene kämen hinsichtlich ihres Gehirns als „unbeschriebenes Blatt“ zur Welt, noch die These, männliche und weibliche Gehirne würden keine geschlechtliche Zuordnung ermöglichen, entsprächen der Erkenntnis nahezu aller Gehirnforscher.                                                                   Im Gegenteil: Die eigentlichen Unterschiede der Geschlechter liegen nicht im Äußerlichen, sondern – wenn man die extremen Unterschiede im hormonellen Bereich einmal ausklammert – in mindestens sieben Bereichen des Zwischenhirns und des Großhirns. Die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten Unterschiede der Geschlechter sind deshalb in den Bereichen         „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsbearbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“ zu finden. Insbesondere das Negieren bzw. Leugnen der dadurch bedingten motivationalen Grundlagen kann besonders bei Frauen mit doppelt so häufiger Depressionsneigung diese verstärken. 

 

Dürfen Christen Blutwurst essen?

 Dürfen Christen, Mennoniten, wie Juden, nur Fleisch von geschächteten Tieren essen?

Manchem, der sich noch nicht mit der Frage beschäftigt hat, mag sie nahezu lächerlich vorkommen. Aber in der Apostelgeschichte Kap. 15,19-21  und 29  sowie Kap. 21,25  steht, dass die Apostel unter der Leitung des Heiligen Geistes den aus den Heidenvölkern hinzugekommenen Christen auferlegt haben, sich zu enthalten von Götzenopfer, von Blut von Ersticktem und von Unzucht. Wie ist dieser Beschluss des Apostelkonzils zu verstehen?

Die orthodoxen Kirchen des Ostens haben den Text der meisten neutestamentlichen griechischen Handschriften übernommen, denen sich später auch Luther anschloss: Dass ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Ersticktem und von Unzucht.“

Für die Kirche des Westens bis zur Reformation und für die römisch katholische Kirche bis heute, ist die ca. 380-400 n.Chr. von Hieronymus vom Griechischen ins Latein übersetzte Vulgata der verbindliche Bibeltext. Er legte die wenigen griechischen Handschriften zugrunde, bei denen das „Erstickte“ fehlt und entsprechend fehlt es auch in der dogmatisierten lateinischen Vulgata. (Anmerkung: Die römisch-katholischen Bibelübersetzungen in die jeweiligen Landessprachen haben sich an der Vulgata zu orientieren, obwohl die sogenannte“Einheitsübersetzung“ in Apg. 15,29  auch das „Erstickte“ aufführt.) Die Anhänger der griechischen Minderheitstexte und der Vulgata argumentieren, dass das „Erstickte“ in den mehrheitlichen griechischen Handschriften nur ein später kommentierender und irreführender Zusatz sei. Somit wäre nur zu erklären, was unter dem „Enthalten von Blut“ zu verstehen sei. Es wurde und wird interpretiert, dass es bedeute, kein Menschenblut zu vergießen. Andere interpretieren, dass es bedeute, keine Eheverbindung mit nahen Blutsverwandten einzugehen („Blutschande“) analog den alttestamentlichen Eheverboten (3.Mose18 ), auf die sich auch später noch Paulus bezieht (1.Kor.5,1-5 ). Gegebenenfalls stünden die Mahnungen, sich des Blutes und der Unzucht zu enthalten im engen gegenseitig kommentierenden Zusammenhang.

Geht man jedoch von den mehrheitlichen griechischen Handschriften aus, die vom „Enthalten von Blut und Ersticktem“ reden, dann stehen diese in einem engen Zusammenhang. Dann hat sich das Apostelkonzil vermutlich an 3.M ose17,11-15  orientiert. Jacobus bezieht sich ausdrücklich auf Mose(Apg. 15,19-21) Danach war es nicht nur Israel verboten, Blut und Ersticktes zu essen, sondern auch den Fremdlingen, die inmitten des Volkes wohnten.

Nach dem Alten Testament ist Blut der Träger des Lebens, ja, das Leben selbst, und darüber zu verfügen ist allein Gottes Sache (1.Mose 9.4; 3.Mose 17,11). Und das tut ja der Sohn Gottes, wenn er uns im Abendmahl sein Blut zu trinken gibt. Da schenkt er uns sein Leben und schenkt uns neues ewiges Leben (Joh.6,53ff ).

Geht man also von der Textgrundlage aus , “ enthaltet euch von Blut und Ersticktem“, so ist dies als Verbot zu verstehen, frisches Blut und Fleisch mit noch frischem Blut darinnen zu genießen.( Anmerkung: Der Genuss von frischem Blut kann zu einem „Blutrausch“ führen, vergleichbar dem Rausch von Rauschgiften.)

Unter „Ersticktem“ ist Fleisch von Tieren zu verstehen, die nicht mit dem Messer geschlachtet worden und damit nicht ausgeblutet sind, sondern auf andere Art mit ihrem Blut im Körper verendet sind (Fang mit der Schlinge oder Aas, vergl.3.Mose 17,3.17 . In bestimmten heidnischen Religionen wurden die Opfertiere nicht geschlachtet, sondern erdrosselt). Ein mit dem Messer geschlachtetes Tier, dessen Fleisch nicht naturgemäß fast alles Blut verliert, ist also kein „Ersticktes“! Auch bei einem „Abstechen“ (Stich ins Herz) oder der heute üblichen Schlachtung mit einem Bolzenschussgerät lässt man das getötete Tier immer noch ausbluten.

Die gesetzliche Vorschrift des jüdischen Talmud  (verfasst vom 2.-8. Jahrhundert n.Chr.), wonach das Verbot, kein Ersticktes zu essen, nur befolgt werde, wenn das Tier „geschächtet“ wird (Kehlschnitt und das noch lebende Tier bis zum Tod völlig ausbluten zu lassen), ist eine typische Übertreibung der pharisäisch-rabbinischen Theologie, die sich schon zur Zeit Jesu angebahnt hatte (vergl. Mt.23,23).

Allerdings bleibt bei dieser Sicht die Verarbeitung des nach Schlachtung abgeflossenen Blutes zu Wurst problematisch. Die alte Kirche und die röm.-katholische Kirche haben dies bis ins 12.Jahrhundert verboten, die östlich orthodoxen Kirchen bis heute.

Nach dieser Bestandsaufnahme ist zu fragen, was der Beschluss des Apostelkonzils damals für die ersten heidenchristlichen Gemeinden, namentlich der von Antiochia, bedeutete. Das Apostelkonzil ist nicht der versuchlichen Forderung judaistischer Kreise gefolgt, dass die Heidenchristen sich ganz dem jüdischen Gesetz zu unterwerfen haben, sich beschneiden lassen und die jüdischen Reinheits-und Speisegebote befolgen müssen. Mit Christus ist das alles erfüllt und hat ein Ende (Römer 10,4 ; Gal.5.1 ).

Allerdings war den Judenchristen wohl noch anerzogen, Abscheu, Widerwillen und Ekel vor dem Genuss von Blut zu empfinden. Vermutlich wollten sie auch ehrfürchtig die Verfügungsgewalt Gottes über jedes Blut als Träger des Lebens nicht antasten. Deshalb sollen die Heidenchristen aus Rücksichtnahme und Liebe, um keinen Gewissensanstoß und Ärgernis zu geben und um der Gemeinschaft willen, auf das Trinken und Essen von Blut und blutigem Fleisch verzichten. Es soll volle ungetrübte Tischgemeinschaft zwischen Juden-und Heidenchristen gewahrt sein. Nicht die Speisen, sondern verwerfliche Verhaltensweisen führen dazu, die Tischgemeinschaft versagen zu müssen (1.Kor.5,11). Der Apostel Paulus geht für sich persönlich noch einen Schritt weiter und schreibt:“Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird. Darum, wenn Speise meinen Bruder zu Fall bringt, will ich nie mehr Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Fall bringe.“ (1.Kor.8,9.13. ) Der Beschluss des Apostelkonzils war also ein Ausfluss der Rücksichtnahme und des Liebesgebotes. Er wurde auch richtig verstanden. Es heißt, als die Gemeinde von Antiochia den Brief mit dem Beschluss der Apostel erhielt, wurden sie über den Zuspruch froh (Apg.15,30.31 ). Die Verhaltensanweisung muss also nicht als belastend empfunden worden sein, insbesondere im Blick auf die Forderungen der Judaisten, dass sich die Heidenchristen dem ganzen jüdischen Gesetz mit Beschneidung, und allen Speise- und Reinheitsvorschriften zu unterwerfen hätten. Von den Heidenchristen wurde nur ein geringer Verzicht verlangt, während die Judenchristen mit der Tolerierung des Fleischessens von unreinen Tieren, z.B., von Schweinefleisch, eine weitaus höhere Hürde zu überwinden hatten (vergl. Apg.10,10 ff.).

Wie gesagt, es handelt sich bei der Forderung, auf das Essen von Blut und Ersticktem zu verzichten, um einen Ausfluss des Liebesgebotes um der Gemeinschaft willen und nicht etwa um ein altes oder erneutes Speisegebot! Jesus hat deutlich gesagt, nicht was in den Mund hineingeht verunreinigt den Menschen, sondern was herauskommt (Mt.15,11 ). Und der Apostel Paulus kämpfte immer wieder für die Freiheit in Christus und gegen alle judaistisch-gesetzlichen Forderungen, besonders in den Briefen an die Römer und Galater. Zum Thema schreibt er (Kol.2,16 ): „ Lasset niemand euch ein Gewissen machen über Speise,“ und (1.Kor.8,8) „Speise wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen.“

Es spricht auch für sich, dass das Verbot, Blut und blutiges Fleisch zu essen, im ganzen neuen Testament nur dieses eine Mal erwähnt wird. Eine der ersten katechismusartigen Gemeindeordnungen, die Diadache, geschrieben schon Mitte bis Ende des ersten Jahrhunderts, erwähnt zwar das Verbot von Götzenopferfleisch, geht aber nicht auf die Frage des Genusses von Blut und Ersticktem ein. Die Verhaltensanweisung des Apostelkonzils war der einmaligen historischen Situation geschuldet. Damit beantwortet sich die Frage, ob die Weisung des Apostelkonzils auch für uns heute noch verbindlich sei. Wir stehen heute nicht mehr in der Situation der Spannungen und Emotionen zwischen neu bekehrten Heidenchristen, so wie uns auch die Frage nach dem Götzenopferfleisch uns nicht mehr in direkter Weise stellt. Die Auffassung, dass das Verbot des Genusses von Blut und Ersticktem nur zeit-und situationsbedingte Geltung hatte, teilen die verschiedenen Konfessionskirchen ( eingeschränkt die östlich-orthodoxen Kirchen, s.o.). Die Schlussfolgerung der Zeugen Jehovas, durch das Apostelkonzil sei auch eine medizinische Blutübertragung verboten, grenzt an das Absurde.

Die Reformatoren aller Schattierungen nahmen Stellung zu der Frage von biblischen und neuen römischen- kirchengesetzlichen Zeremonial und Speisegeboten. Da heißt es: „ Die Apostel haben geboten, man solle sich enthalten des Blutes und Ersticktem. Wer hält`s aber jetzt? Aber dennoch tun die keine Sünde, die es nicht halten; denn die Apostel haben nicht die Gewissen beschweren wollen mit solcher Knechtschaft, sondern haben`s um des Ärgernisses willen eine zeitlang verboten. Man muss mit Vorsicht diese Satzung walten lassen und das Hauptstück der christlichen Lehre beachten, das durch dieses Aposteldekret nicht aufgehoben wird.

Der Kursregler

 Am 25. Juli 1969 wären um ein Haar zwei Boeing 727 der BOAC und der TWA 640 Kilometer westlich von Irland zusammengestoßen. Das hätte 199 Menschen das Leben gekostet. Beide Maschinen flogen in gleicher Höhe, und zwar auf 11250 Meter. Ihre Flugbahnen überschnitten sich 49 Grad Nord und 20 Grad West. Der Funker der schottischen Bodenstelle Preswick bemerkte diese äußerste Gefahr für die beiden Maschinen. Er versuchte sofort, per Funk die Piloten zu verständigen. Die Frequenzen waren aber so überlastet, dass er die beiden Jets nicht erreichte. Die Maschinen näherten sich einander sehr rasch. Der Zusammenstoß wurde in letzter Minute vermieden, weil der Pilot der TWA den anderen Jet kommen sah und durch Hochziehen der Maschine die Katastrophe verhinderte.

Was sagt uns dieser Vorfall in unserer Fragestellung? Beide Düsenriesen sind mit den modernsten Navigationsgeräten ausgerüstet. Das Armaturenbrett zeigt beinahe 200 Kontrollgeräte. Und sie alle nützten in diesem Augenblick der höchsten Gefahr nichts. Der Bordfunker der beiden Jets waren über die Normalfrequenz und die Notfrequenz nicht erreichbar.

Ist das nicht ein Gleichnis? Es gibt Menschen, die gehen beruflich mit der Bibel um, aber das

Wort Gottes, der Geist der Bibel, die Warnungen Gottes erreichen sie nicht. Die Frequenzen sind alle überlastet. Diese Bibelleser sind abgeschirmt durch tausend andere Interessen: Neueste Tagesphilosophie, schöngeistige Bestseller, hochaktive Gemeindearbeit, Ausbau der Existenz, Reisen, Vergnügen, persönliche Ansprüche usw. Durch gute Dinge hermetisch vom Besten abgeriegelt! Die Bibel in den Händen, und dennoch nicht von ihr angesprochen. In der Fotografie muss bei Aufnahmen in großer Höhe, etwa auf Gletschern, ein Filter für die ultraviolette Strahlung benützt werden. Diese UV-Filter halten diese Strahlung ab, obwohl sie sonst für Heilzwecke benützt werden. Viele Menschen werden vom Geist der Bibel nicht erreicht, weil seine Strahlen weggefiltert werden.

Wer gegen das Wort Gottes abgeschirmt wird, wem der Heilige Geist weggefiltert wird, dem fehlt die Kursregelung seines Lebens und Alltages. Die Katastrophe, das Gericht Gottes, ist unvermeidbar, wenn alle unsere Frequenzen mit nichtigen Dingen überlastet sind. Wir brauchen die Kurskontrolle und die Kursregelung dessen, der uns verheißen hat:

„ Ich will dich unterweisen und dir den Weg weisen, den du wandeln sollst“(Ps.32,8 ). Diese Kursregelung ist die Bibel, das unverfälschte Wort Gottes.  

Das Licht

Eine gläubige Lehrerin, die in einem Bergdorf der südfranzösischen Alpen unterrichtete, berichtete folgendes Erlebnis. Sie war eines Abends eine Stunde vor Dämmerung in ihrem Dorf aufgebrochen, um auf einem Waldweg ins Tal zu gelangen. Sie hoffte, vor Einbruch der Dunkelheit ihr Ziel erreicht zu haben. Bald umfing sie auf ihrer Wanderung die düstere Dämmerung des Waldes. Sie bereute es, dass sie nicht früher aufgebrochen war. Sie beschleunigte ihr Tempo auf den steilen Serpentinen. Trotzdem kam ihr dieses Mal der Weg so lang vor. Sie kannte sich auf den Wanderwegen noch nicht so gut aus, weil sie erst ein halbes Jahr zuvor in diese Gegend versetzt worden war. Ihr weg wollte kein Ende nehmen. Sie meinte, schon längst das Ende des Waldes erreicht haben zu müssen. Der Pfad wurde immer abschüssiger. Sie fragte sich selbst, ob sie den richtigen Weg verfehlt habe. Sie blieb stehen und faltete die Hände: „ Herr Jesus, leite mich richtig. Ich weiß nicht mehr, wo ich mich befinde.“ In diesem Augenblick leuchtete auf der gegenüberlie genden Talseite die Scheinwerfer eines Autos auf, das um eine Kurve fuhr. Nur für ein oder zwei Sekunden beleuchteten die Lampen das Gebiet vor ihr. Sie erschrak. Vor ihr war eine große Lichtung mit einem steil abfallenden Steinbruch. Sie befand sich nur wenige Meter vor der fast senkrechten Wand. Noch zehn Schritte mehr, und sie wäre wohl tödlich abgestürzt. Zur rechten Zeit hatte sie die Hände gefaltet. Im günstigsten Augenblick hatten die Scheinwerfer aufgeleuchtet. Sie dankte auf der Stelle dem Herrn für die Bewahrung und kehrte um. Das Licht hatte ihren Weg erhellt. Der Psalmist hatte wohl ähnliches erlebt, als er schrieb: „ Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ ( Ps. 119,105 ).

Der Trost

In Vancouver begegnete einem Missionar eine gläubige Pflegerin, die sich der belasteten Kinder annimmt. Sie erzählte dem Theologen, dass jedes zehnte kanadische Schulkind eine psychotherapeutische Behandlung nötig hätte. So viele Psychotherapeuten gibt es aber nicht, die nötig wären. Der Staat könne das auch nicht finanzieren. Niemand weiß, woher die vielen psychischen Probleme der kanadischen Kinder kommen. Diese Nöte werden sogar offen in den Zeitungen diskutiert.

Noch mehr als diese Enthüllungen bewegt die Frage eines Vaters: „ Was soll ich mit meinem vierjährigen Jungen machen? Das Kind fragt uns Eltern ganz bekümmert: ́Warum muss ich eigentlich leben? ́“ Der Seelsorger hatte mit dem Vater ein langes Gespräch. Es kam dabei heraus, dass er selber ein verzweifelter Mensch ist. Sein Vater, also der Großvater des Vierjährigen, hatte sich auch im Anflug ungelöster Probleme das Leben genommen. Ferner sind auch seine Geschwister depressiv veranlagt. Es liegen also in dieser Familie in drei Generationen Schwermut und Selbstmordgedanken gepaart. Wer soll da helfen ?

Haben unsere Psychoanalytiker eine Antwort parat ? Manche meinen es zwar. Einer dieser Psychotherapeuten rühmte sich sogar, dass er neun Geistliche als Patienten habe. Der Missionar sperrt sich durchaus nicht gegen eine medizinische Behandlung der Depressionen, soweit dies möglich ist. Was der Seelsorger aus der Arbeit der Psychoanalytiker zu sehen bekam, erfüllte ihn mit größter Sorge. Er sagte sich, wie sollen Männer, die dem christlichen Glauben gegenüber ablehnend sind, ein Heilmittel für seelisch belastete Menschen haben? Die menschliche Seele hat noch andere Dimensionen und Funktionen als nur das harmonische Zusammenspiel der Drüsentätigkeit. Sie ist das wunderbarste Geschöpf und Geschenk aus Gottes Hand und kann darum nur artgemäß behandelt werden.

Natürlich soll eine Organneurose oder organisch bedingte Depression auch medizinisch angegangen werden. Die Haupterkrankung der menschlichen Seele ist aber ihre Disharmonie mit dem Willen ihres Schöpfers. Wer das nicht sehen kann, sollte kein „ Seelendoktor“ sein.

Es gibt viele seelische Konflikte und Probleme, deren Behandlung nicht dem Psychoanalytiker in die Hände gegeben werden sollte.

In dem Gespräch mit dem bekümmerten Familienvater versuchte der Seelsorger, ihm klarzumachen, dass er es als Christ lernen sollte, das Wort Gottes vor sein seelisches Leiden zu stellen. Der Missionar machte ihm das klar an einem Bibelwort. „ Siehe, um Trost war mir sehr bange, du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen.“ Der Seelsorger sagte zu ihm: „Lernen Sie ein solches Wort auswendig. Erinnern Sie sich tagsüber, so oft sie können, an dieses Wort und beten Sie es im Glauben. Sie werden dann feststellen, dass Sie der Ihnen folgenden Depression immer um eine Schrittlänge voraus sind.“

Dieser Mann folgte dem Rat seines Seelsorgers und schleppte nun weniger Lasten als zuvor. Wir sind nicht die einzigen, die ein solches Rezept befolgen. Jeremia, der Prophet des Leidens, hat es vor uns erfolgreich geübt. Er bekannte (15,16 ): „Dein Wort war meine Speise, da ich`s empfing. Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.“

Das Brot

Eines der schlimmsten Waffen der Gegner des Zweiten Weltkrieges war das Aushungern der Gefangenen. Zwar spricht sich die Genfer Konvention gegen eine derartige Behandlung der Gefangenen aus. Was aber fragt der Mächtige nach dem Recht !

Die Deutschen gaben den russischen Gefangenen in den Lagern derartige Hungerrationen, dass diese Männer dahinsiechten. In der gleichen Weise erging es den 20000 Amerikanern, die Sepp Dietrich bei seinem letzten verzweifelten Angriff gefangen nahm. Sie erhielten in den ersten zehn Tagen fast nichts zu essen.

Die Alliierten kämpften mit der gleichen Waffe. Sie zahlten zehnmal das erlittene Unrecht ihrer Gefangenen zurück. In Russland verhungerten deutsche Kriegsgefangene zu Hunderttausenden. Im amerikanischen Gefangenenlager in Bad Kreuznach starben in den Sommermonaten 1945 monatlich 10000 Gefangene und mehr. Das gleiche Bild in den französischen Lagern! Das Gespenst Hunger ging um und raffte die ausgemergelten Männer weg.

Brot! Das war das große Wunschbild in der Fantasie der Gefangenen. Einer bekam Brot. In einem französichen Lager wurde unter den Gefangenen ein Pfarrer entdeckt. Die Lagerleitung bestellte ihn unter den vielen Sterbenden zum Lagergeistlichen. Damit wurde dieser Gefangene sofort Nutznießer einer besseren Verpflegung. Und was noch wichtiger war: Er erhielt Care-Pakete amerikanischer Christen. Behielt nun der Geistliche diese Kostbarkeiten nun etwa für sich ? Nein! Er wurde zum großen Wohltäter der Hungernden und Sterbenden. Er teilt seine Schätze in kleine Portionen auf und händigte sie den Bedürftigen aus. Der Lagergeistliche wurde damit bei den verzweifelt Hungernden zum begehrtesten Mann des Lagers. Er war der Mann, der Brot besaß.

Und er besaß noch ein anderes Brot. Dieser Lagergeistliche war weder ein Traditioneller noch ein Modernist, sondern ein gläubiger Jünger Jesu. Seine Bibel war nicht sein Berufssymbol, sondern sein tägliches geistliches Brot. Wie kam ihm das zugut! Er konnte vielen Sterbenden aus diesem geistlichen Schatz die letzte Wegzehrung, den letzten Trost geben. Viele, die in gesunden Tagen nie das Brot

des Lebens erkannten und zu sich nahmen, streckten ihre Hände danach aus. So durften viele Hungernde in der letzten Stunde ihres Daseins noch geistlich satt werden zum ewigen Leben. So erfüllte sich das Wort Jesu in Matthäus 4,4  : „ Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.“  

Sie besitzen die Kraft

In Nancy kam eine gläubige Christin zu einem Seelsorger und erzählte ihm ihr Erlebnis mit einem Homöopathen. Dieser Mann übte ähnlich wie der katholische Pfarrer Künzli eine Pendeldiagnose. Er stellte bei seinen Patienten die Krankheit durch den Pendel fest und danach wieder mit dem Pendel die passenden Kräuter zur Behandlung. Der Homöopath war also zugleich ein Okkultist. Die Christin saß betend in seinem Sprechzimmer. Als sie an die Reihe kam und in das Sprechzimmer des Homöopathen trat, wurde sie von dem Heilkundigen übel angefahren: „ Mit Ihnen kann ich nichts anfangen. Sie gehören zu der …. Sekte, die mir allezeit widerstrebt. Scheren Sie sich fort!“ Die erschrockene Frau antwortete: „ Ich gehöre doch gar nicht zu einer Sekte, sondern zu einer evangelischen Freikirche.“ – Nein, Sie gehören dazu, denn Sie haben auch diese Kraft, die mich stört. Verschwinden Sie!“ Die Frau verließ das Sprechzimmer und sagte unter der Tür: „ Mit was für Kräften arbeiten Sie, wenn Sie durch das Gebet gestört werden?“ In Zukunft war diese Christin vorsichtiger mit der Auswahl ihrer Ärzte.

In Paraguay erzählte die Frau eines Predigers dem Seelsorger ein Erlebnis, das auf der gleichen Ebene liegt. Ihr Vater war Prediger der Mennoniten und zugleich Lehrer an einer Mennonitenschule. Da der Weg zur Schule sehr weit war, hielt er sich ein Pferd. Eines Nachmittags war das Pferd krank und wollte nicht mehr fressen. Der Mennonit geriet dadurch in arge Verlegenheit, denn er hatte keinen Ersatz und konnte sich auch nicht ein Pferd ausborgen. Ein Nachbar riet ihm, einen bekannten Tierheiler kommen zu lassen. Der Mennonit lehnte ab und erklärte: „ Auf solche undurchsichtigen Dinge lasse ich mich nicht ein.“ An diesem Nachmittag musste er den Unterricht ausfallen lassen. Seine ganze Familie rang um Klarheit. Gegen Abend gab der Mennonit nach und ließ den Heiler kommen. Dieser Mann murmelte einen Spruch, strich dem Pferd über den Rücken und gab ihm einige Kräuter zu fressen. Sofort änderte sich das Befinden des Tieres. Als der Besitzer eine Stunde später nach seinem Pferd schaute, graste es ruhig und fraß.

Die rasche Besserung kam der ganzen Familie nicht geheuer vor. Sie knieten alle im Haus nieder und beteten: „ Herr Jesus, wenn dieser Heiler mit unrechten Mächten arbeitet, dann lasse das Pferd lieber sterben. Wir wollen uns nicht damit belasten.“ Morgens um 4 Uhr ging der Mennonit noch einmal zu seinem Pferd, um nachzusehen. Es war wohlauf. Als er seiner Frau davon berichtet hatte, holte die Mutter ihre erwachsenen Kinder zusammen. Sie knieten nieder und beteten inbrünstig um eine Klärung. Sie wollten lieber den Tod des Pferdes, als unter einen Bann zu kommen. Als der Vater um 6 Uhr nachsah, war das Pferd tot. Gleich am Morgen kam der Heiler. Er war wütend, warf das

erhaltene Geld auf den Kadaver und ging fluchend davon. Bei diesem Ringen zwischen den guten und bösen Mächten hatte die gläubige Familie die Kraft des Herrn erleben dürfen. Die Psalmen reden von der Kraft des Herrn :

Psalm 18,33  : Gott rüstet mich mit Kraft.
Psalm 27, 1 : Der Herr ist meines Lebens Kraft. Psalm 29,11 : Der Herr wird seinem Volk Kraft geben.

Der Apostel Johannes schreibt seiner Gemeinde ( 1. Joh. 2,14 ): Ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt bei euch.“

 

Sie kennen die Wahrheit

 In Bolivien hörte ein Missionar auf dem Missionsfeld die Geschichte von zwei katholischen Missionspredigern. Ein Jesuit,der in Bolivien arbeitet, las die Bibel, um den protestantischen Glauben kennenzulernen. Der Erfolg war verblüffend. Nach langen inneren Kämpfen sagte er sich von der katholischen Kirche los. Daraufhin wurde ein spanischer Missionar mit Namen Allonso von seiner Kirche beauftragt, nach Bolivien zu reisen, um dort den Jesuiten zur alleinseligmachenden Kirche zurückzubringen. Die beiden Männer saßen  oft in der Diskussion um den Glauben und in der Lektüre der Bibel zusammen. Wieder ein unerwünschter Erfolg! Allonso wurde in seiner Theologie wankend. Seine ersten Zweifel an der katholischen Kirche setzten ein. Den letzten Stoß gab ihm Epheser 2,8-9: “ Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben – und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es — nicht aus den Werken, auf dass sich nicht jemand rühme.“ Im Herzen Allonsos echochte es: Gnade — nicht Werke, Glaube — nicht Kirche !

Allonso konnte mit seiner eigenen Bekehrung zur Wahrheit der Bibel den Auftrag seiner Kirche nicht ausführen. Er kehrte nach Spanien zurück und erstattete Bericht. Nur kurze Zeit konnte er die neu erkannte Wahrheit in Spanien verkündigen, dann setzte seine Verfolgung durch die katholische Kirche ein. Er verließ das Land und predigt zur Zeit das Evangelium in Frankreich und in anderen Ländern. Jesus sagte: “ Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“( Joh.8/32) Allonso ist nicht der einzige Spanier, der diesen gefährlichen Weg der Wahrheit einschlug. Sein Leidensgenosse Lacueva hat den gleichen Kurs gewählt. Lacueva war Canon einer Kathedrale und zugleich Professor für systematische katholische Theologie. Er erhielt von seiner Kirche den Auftrag, die Quellen des Protestantismus

zu studieren, um ihn bekämpfen zu können. Lacueva las die lutherische Bibelübersetzung und die lutherischen Bekenntnisschriften mit dem Erfolg, dass er von ihrer Wahrheit überführt wurde. Damit begann für Lacueva ein langer Leidensweg, dessen Geschichte schon in England, in der Schweiz und in Deutschland veröffentlicht ist. In Johannes 17, 17  betete der Herr Jesus: „Heilige sie in deiner Wahrheit. Dein Wort ist die Wahrheit.“

Die Bibel ist die Wahrheit Gottes über ihn selbst und die Wahrheit Gottes über uns. Es ist die einzige Wahrheit, die uns rettet und frei macht.  

Das Wertobjekt

In Südamerika wohnte ein Missionar bei einem Mann, dessen Urgroßvater aus Europa eingewandert war. Der Urenkel erzählte dem Missionar, dass die Siedler dauernd von den Indianern angegriffen wurden. Bei einem solchen Angriff schossen die Indianer Brandpfeile und zündeten damit das Blockhaus der Einwanderer an. In der Eile gab es nicht viel zu retten. Die Mutter drückte die beiden Kinder an sich. Der Vater rannte noch einmal ins Haus zurück mit dem Ruf: “ Ich muss unsere Bibel holen.“ Unter Lebensgefahr stürzte er sich in die Flammen und holte das schon angesengte Buch heraus. Was hatten die Einwanderer an der Bibel, dass sie dafür ihr Leben aufs Spiel setzten ?

In Ostasien begegnete der Missionar schlichten Insulanern. Bei einer Bootskatastrophe auf dem Meer verloren sie ihr Gepäck. Aber eines nahmen sie mit. Sie retteten ihre Bibel und schwammen damit zur nächsten Insel.

In Burma erzählt man dem Missionar, dass kaum Bibeln aufzutreiben sind. Die wenigen Bibeln werden mit 140 bis 180 NF( 82 bis 108 Euro ) gehandelt. Das entspricht dort dem Zweimonatslohn eines Arbeiters. Würde ein deutscher Facharbeiter, der 3000 Euro in zwei Monaten verdient, diese Summe für eine Bibel ausgeben ? Den burmesischen Christen ist aber eine Bibel soviel wert.

Was ist doch das für ein geheimnisvolles Buch, dass Menschen sagen : “ Um jeden Preis eine Bibel !“

Sie haben das Buch

Auf Haiti begegnete dieser Missionar einem spanischen Kollegen, der 14 Jahre auf dieser Insel gearbeitet hat. Er erzählte dem Missionar soviel von seinen Erfahrungen mit den Woodoozauberern. Sie besitzen eine ungeheure magische Kraft, und doch haben viele vor Christus kapituliert. Der spanische Missionar berichtete, dass allein in seinem Distrikt 16 Zauberer sich dem Herrn Jesus ausgeliefert haben. Eine sehr gefürchtete Zauberin habe aber ihm widerstanden.

Diese Magierin sei auf dem Jahresfest der Zauberer als „Reign of the night“ – “ Königin der Nacht “ gewählt worden. Diese Zauberin habe die Gepflogenheit, dem Gott der Zauberei nicht nur Tierblut, sondern auch Menschenblut zu opfern. Dieses Opfer erfolgt nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich. Die Bevölkerung weiß um diese Opfersitten, wage aber nicht, gegen die Zauberer vorzugehen, weil sie sonst deren Racheakte auslösen würden. Eine Anzeige bei der Polizei habe ohnehin nicht viel Wert, weil der Präsident des Landes selbst ein Woodooist ist. Dem Bericht des Missionars nach werden immer wieder Kinderleichen gefunden. Die Pulsadern seien durchschnitten, weil man den Opfern das Blut abzapfte, ferner sei das Herz herausgeschnitten, das ebenfalls als Opfergabe für die Dämonen gebraucht würde.

Der Theologe kam mit dieser Zauberin ins Gespräch. Sie erzählte ihm, dass sie nachts ihre Raubzüge unternehme, um Opfer zu finden. Der Missionar fragte sie: “ Haben Sie auch Macht über die Christen ?“ Sie antwortete: “ Über die echten Christen habe ich keine Macht.“ — “ Woran erkennen Sie die echten und die unechten?“ wollte der Missionar wissen. Er erhielt eine verblüffende Antwort : “ Die echten Christen haben einen hellen Stern an ihrer Stirn, der seinen Schein auf ein aufgeschlagenes Buch wirft, das die echten Christen vor ihrer Brust tragen. Die Namenschristen haben dieses Erkennungszeichen nicht „, fügte die unheimliche Frau hinzu. Es ist doch seltsam. Die übrigen Menschen  sehen dieses Erkennungszeichen der echten Christen nicht. Und es ist auch gut so. Die Woodoozauberer aber sehen dieses Mahl Gottes an den Gläubigen. Es gibt demnach Christen, die das Buch haben und solche, die es nicht haben, obwohl sie auch äußerlich damit umgehen. Völlige Klarheit schuf dann der Satz der Zauberin: “ Die Kinder der Namenschristen kann ich töten, an die anderen komme ich nicht heran. Sie haben eine Schutzmacht um sich herum.“ Welch eine tröstliche Aussage, die wir aus der Bibel kennen ! Der Arge kann den nicht antasten, der aus Gott geboren ist (1.Joh.5,18). Haben wir in echter Weise das Buch ?

Das geoffenbarte Wort

 Es gibt verschiedene Formen der Offenbarung Gottes. Zunächst hat Gott seinen Willen, seine Heilsplanungen in die Bibel hineingelegt. In der zweiten Etappe offenbart Gott, die geistliche Gewalt der Bibel den Menschen, die an ihn glauben. Auf das ursprüngliche Bild zurückkommend, heißt das: Wir verstehen die Bibel erst dann, wenn der Heilige Geist sie und uns entzündet. Die Heilige Schrift bleibt dann nicht mehr das Lehrbuch, das Textbuch, sondern wird zur Quelle des Heils, zum Weg der Errettung. Das intellektuelle Verständnis wird dann abgelöst vom existenziellen Betroffensein durch den Heiligen Geist. Wir haben damit ein neues Vorzeichen für das Verständnis der Bibel.